Wetter
draussen tobt der regen
beleidigt taktlos mein gehör
ich würd mich gern nochmal darniederlegen
doch der hund muss vor die tür
es ist natürlich montag
zappenduster, bitterkalt
der prüde rüde merkts genau
verlässt das haus nur mit gewalt
komm, lass uns von hier weggehn
wir mieten uns ein haus am meer
ganz tief im süden
wir fahrn der sonne hinterher
und wenn wir müde sind
dann legen wir uns ins hohe gras
und schaun den wolken nach
ja, meinst du nicht, das wär doch was
das ist der sommer des gefrierbrands
das ist der sommer blasser haut
das ist das wetter aus der tiefkühltruhe
zeit wirds, dass es auftaut
währenddessen tobt der wind nur
und die nerven liegen blank
komm, leg holz nach oder besser noch
wir verfeuern unsern kühlschrank
draussen tobt der regen
und wirkt so störend auf mein ohr
der regen kommt mir ungelegen
ich hatte heute soviel vor
Weiter als zum Rand
du wedelst mit dem puzztuch durch mein chaos
bekämpfst die sauerein
nimmst mir die masken meiner tarnung
reisst meine mauern ein
und wenn ich unermüdlich rotseh
malst du den himmel violett
du bist der süden in der nordsee
du machst jedes wetter wett
du asphaltierst mir meine wege
streichst meine wogen glatt
bist meine hege, meine pflege
bringst mir den strom zurück ins watt
du kolorierst mir meine träume
benezzt die wiesen mit dem tau
du bist das grün im meer der bäume
du machst aus dunklem grau hellblau
ich weiss nicht,wie ich vorher so
ohne dich klarkam
ich weiss nur, wie ich mir eben noch
so dusslig im weg stand
ich weiss nicht, wo ich mit dir
noch so überall hingeh
ich weiss nur eins
ich bin ja so gespannt
und ich will weiter als zum rand
mit dir gehn, ich will
weiter als zum rand
nach vorn sehn
ich will weiter als zum rand
mit dir gehn
ich will weiter als zum rand
und wenn ich keine lösung sehe
dann machst du licht am horizont
du bist das ziel in meiner nähe
du bist die schönste frau im mond
wir tanzen polka durch den trübsal
radiern die teufel von der wand
du schenkst mir reinen wein und labsal
du spielst klavier mit meiner hand